Die Social Media Buttons verbreiten sich mittlerweile unübersehbar wie eine Seuche. Bei manchen Seiten findet man vor lauter Buttons kaum noch die eigentlichen Inhalte.
Das wäre an sich kein Problem, wenn sie ausschließlich dem vordergründigen Zweck dienen würden, nämlich eine bestimmte Seite anderen Mitgliedern des entsprechenden sozialen Netzwerks zu empfehlen. Dann wären nur die Leute, die tatsächlich auf die Buttons klicken und die beim Netzwerk registrierten Mitglieder daran beteiligt.
Genau das wollen diese Dienste aber nicht. Die Buttons sind durchweg so angelegt, daß nicht nur die Surfer, die aktiv einen solchen Button anklicken, verfolgt werden können, sondern jeder Besucher der entsprechenden Sites. Die hinter den Buttons steckenden Scripte werden nicht erst auf einen Klick hin geladen, sondern bereits beim Öffnen der Seite, noch bevor der Besucher überhaupt sehen kann, daß dort diese Scripte eingebunden sind. Daran ändern auch ein Hinweis auf der Site oder eine Datenschutzerklärung nichts. Wenn ein Besucher die Erklärung sehen kann, sind seine Daten längst bei Facebook, Google & Co.
Je mehr Sites diese Buttons verwenden, desto vollständiger wird das Surf- und Interessenprofil auch unbeteiligter Surfer, die einer Verfolgung ihrer Klicks im Web niemals zugestimmt haben.
Ein verantwortungsbewußter Webmaster, der den Datenschutz seiner Besucher tatsächlich ernst nimmt, bindet diese Buttons also so ein, daß erst dann Scripte von den Social Media Servern geladen werden, wenn sich der Besucher tatsächlich aktiv entscheidet, einen solchen Button anzuklicken. Leider sind viele Webmaster entweder zu faul, zu dumm oder zu verantwortungslos dafür. Es werden sogar von Webmastern für Webmaster Anleitungen verbreitet, die genau die Methode empfehlen, bei der dem Besucher keine Wahl bleibt.
Wer sich also als Surfer selbst gegen dieses Tracking wehren will, muß selbst aktiv werden. Adblock ist ein gutes Mittel dafür. Dazu fügt man einfach ein paar eigene Filterregeln hinzu:
||apis.google.com^ (Google+)
||platform.twitter.com^ (Twitter)
||urls.api.twitter.com^
||widgets.digg.com^ (Digg)
||facebook.com/plugins/like.php?* (Gesichtsbuch)
||w.sharethis.com/button/* (Sharethis)
Und, genau so eine Seuche, von der der Besucher nichts hat: Google Analytics
|http://www.google-analytics.com/ga.js
Was einem sonst noch beim Surfen an Dreck vor die Füße fällt, sollte natürlich beim ersten Auftreten durch einen eigenen Filter geblockt werden. Natürlich kann man auch jeden anderen Contentblocker und jede konfigurierbare Firewall dafür nutzen. Dort müssen der Regeln der jeweiligen Syntax angepaßt werden.
Happy Antitracking.


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