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Thema: Typo 3 - das alleinige OpenSource Profi-CMS?

  1. #1
    Wohnt hier Avatar von Lintzy
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    Standard Typo 3 - das alleinige OpenSource Profi-CMS?

    Ich bin gerade über diesen Artikel gestolpert. Ich will Typo 3 gar nicht seine Daseinsberechtigung im Enterprise Segment absprechen aber das einzige? Auch die Argumentation des "Typo3 Experten" Ralf Mertes stößt mir übel auf

    "Im Grunde genommen ist TYPO3 sogar das einzig 'echte' Enterprise Open-Source-CMS für den professionellen Einsatz. Das auf Mambo basierende Joomla hatte in der Vergangenheit mit großen Sicherheitslecks zu kämpfen. "
    Einige Zeit später heißt es dann
    : "Bugs und Sicherheitsprobleme werden meist innerhalb weniger Stunden behoben. Die Community ist da sehr aktiv".
    und
    wenn aber ein Angriff stattfindet, dann hat man bei TYPO3 mehrere hundert Programmierer aus der TYPO3-Community, die diesen abzuwehren versuchen und nicht nur ein oder zwei hauseigene Entwickler.
    Vernebelt die intensive Auseinandersetzung mit einem CMS den Blick und verhindert den Blick über den Tellerand? Oder regiert schlicht nur das pure Eigeninteresse und man weist auf das notwendige Hosting hin, das man zufällig auch in seinem ausschließlich auf Typo3 basierendem Geschäftsbereich anbietet?

    Die Antwort darauf dürfte schwer fallen, schließlich kennen wir diesen Herrn nicht, daher würde das nur zu wilden Spekulationen führen - wir wissen nicht, ob er sich genauso intensiv mit Joomla, Drupal oder Wordpress beschäftigt hat. Jedoch lässt seine Argumentation tatsächlich das Gegenteil vermuten und ist nebenbei noch eine Herabsetzung der Joomla Gemeinde.

    Doch um diesen Herrn soll es hier auch gar nicht gehen. Sondern vielmehr um die Frage: Was ist dran, an seiner Behauptung, dass nur "TYPO3 sogar das einzig 'echte' Enterprise Open-Source-CMS für den professionellen Einsatz" ist?
    Geändert von Lintzy (21.07.2011 um 09:45 Uhr)

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  2. #2
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    Typo3 ist mit Sicherheit nicht das einzige CMS im Enterprise-Sektor, aber zusammen mit Drupal mit Sicherheit das Führende. Wobei es CMS ja eigentlich nicht genau trifft, denn beide sind mehr Framework als reine CMS. In meinen Augen kann Joomla in diesem Bereich nicht mithalten (wohl bewusst, das nun ein Aufschrei hier durchgeht), macht aber gute Schritte in eine gute Richtung.

    Man darf hier aber so vieles nicht außer Acht lassen, das es einen Megabeitrag ergeben würde, alles hier aufzuzählen. Als Beispiel möchte ich nur mal das Prinzip der Erweiterungen bei D.org anführen. Hier werden (fast) alle Erweiterungen zentral auf einer Seite geführt, neue Programmierer müssen erst einmal eine Codereview über sich ergehen lassen bevor die Erweiterung veröffentlicht wird (selbst wenn es sich nur um ein Theme handelt) und es werden Codingstandards vorausgesetzt, welche eingehalten werden müssen. Zudem gibt es bei Drupal eine eigens eingesetztes Sicherheitsteam, welches Erweiterungen auf Sicherheitslücken hin überprüft. Durch die Verwendung von Git ergibt sich zudem eine sehr viel bessere Zusammenarbeit der Community, da z.B. Patches und / oder Features sehr viel einfacher bei den entsprechenden Entwicklern per Mergerequest eingereicht werden können. Dadurch ist ein sehr viel schnelleres Fehlerbeheben durch die Community gegeben.

  3. #3
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    Hi,

    also ich kenne mindestens noch ein CMS mehr... - Auch wenn es einige vermutlich aus meinem Munde nicht mehr hören können... Aber Drupal ist durchaus auch ein CMS mit welchem Enterprise Solutions aufgebaut werden können. Joomla halte ich genauso wie Ingo hierfür absolut nicht geeignet... das geht schon alleine mit den Update Zyklen los ... oder überhaupt die Updatebarkeit von Joomla und seinen Komponenten ist für sowas einfach ein totaler Krampf...

    Gruß Dennis
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  4. #4
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    Ich zitiere noch einmal aus dem Artikel

    Drupal eignet sich eher für Communities und Wordpress bietet bei weitem nicht den Funktionsumfang von TYPO3", begründet ZMP-Geschäftsführer Ralf Mertes die Spezialisierung seines Unternehmens.
    Mit Joomla (und Drupal), das sehe ich übrigens genauso wie ihr, allerdings argumentiert Herr Mertes da vollkommen am eigentlichen (Joomla)Problem vorbei.

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  5. #5
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    Lintzy, da hat der feine Herr aber sehr viel von Drupal unterschlagen Der Schwerpunkt von Drupal liegt sicherlich auf social Networking, das ist aber nur ein sehr kleiner Teil des machbaren.

  6. #6
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    Ja, ich werte diese Aussagen auch als Dampfgeplaudere und gefährliches aufgeschnapptes Halbwissen, Ingo

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  7. #7
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    Zitat Zitat von Helrunar Beitrag anzeigen
    Der Schwerpunkt von Drupal liegt sicherlich auf social Networking, ist aber nur ein sehr kleiner Teil des machbaren.
    - Ich würde in erster Linie den Schwerpunkt von Drupal auf die starke Community legen. Ein zentrales Erweiterungsverzeichnis ist nur der kleinste Teil davon. Einen direkten Schwerpunkt wofür man Drupal nehmen kann sehe ich hier nicht. Aber! - Diese Diskussionen sind vermutlich schwer zu führen... da ja die Anforderung eines Projektes darüber entscheidet ob und welches CMS geeignet ist...

    Vermutlich sind einige Aussagepunkte genauso aussagekräftig wie eine Google Trend Analyse welches CMS doch das beste ist... Wenn ich so manche Vergleiche manchmal sehe wird mir schwindelig... Erst neulich habe ich wieder auf einer Webseite gelesen wie gut Joomla doch ist, weil google Trend das so zeigt...

    Daher gilt vermutlich wie immer... Anforderung des Kunden prüfen... schauen was er benötigt und danach als Fachmann das CMS auswählen... und nicht andersrum...
    Thread gelöst ? => Anleitung
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  8. #8
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    Ok, ich korrigiere mich und ändere "Der Schwerpunkt" in "Ein Schwerpunkt", dann ist die Aussage treffender

  9. #9
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    Was mich an solchen Artikeln ärgert, dort wird eine Meinung aufgebaut (gut es ist jetzt keine große überregionale Zeitung, aber dennoch), die sich alleine auf die Aussagen eines "Experten" stützt, der sein eigenes Brot damit bewirbt. So was sollte verboten werden, das ist einseitige Berichterstattung.

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  10. #10
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    Einen Vorteil von Typo3 kann man grundsätzlich nicht abstreiten: Es hat im Vergleich mit anderen CMS eine extrem hohe Einstiegshürde und hält damit per se schon mal jede Menge Idioten ab, die jede Extension installieren (und nie wieder deinstallieren), die nicht bei Null auf dem nächsten Baum ist und jahrelang weder Updates machen noch sich auch nur ansatzweise mit dem beschäftigen, was sie im CMS und im Web überhaupt tun.

    Ansonsten ist das ständig wiederholte Gelabere von den Sicherheitslücken in Joomla einfach nur Dummlall. Typo3 hatte und hat keineswegs weniger Lücken als Joomla, und auch beim Tempo der Bugfixes hat es die Nase nicht vorn. Was es allerdings tatsächlich hat, sind im Durchschnitt informiertere Anwender und ein besser gepflegtes Repository. Eine derart gut gepflegte Sammlung von Sicherheitslücken wie bei JoomlaOS ist mir jedenfalls dort noch nicht begegnet.
    Danke?

    Keine Macht den Facebutts!
    "Dinner for one ist jeden Tag" oder "Und täglich grüßt das Murmeltier"

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