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Thema: Water makes Money - wie private Konzerne mit Wasser Geld machen

  1. #1
    Abenteurer & Moderator Avatar von reservoir Dog
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    Standard Water makes Money - wie private Konzerne mit Wasser Geld machen

    Der deutsch-französische Kultursender ARTE sendet HEUTE um 20.15 Uhr den Film „WATER MAKES MONEY. Wie private Konzerne mit Wasser Geld machen“. Der Film befasst sich mit Hintergründen, Profiteuren und Auswirkungen der Wasserpolitik. Es ist ein investigativer Film, der vielen Menschen die Augen über das globale Geschäft mit dem Wasser öffnen wird. Wenn ein Dokumentarfilm über die unsägliche Wasserpolitik um die Welt geht, besteht die Hoffnung, dass sich weltweit Widerstand gegen das Geschäft mit dem Wasser formiert und ein globales Umdenken angestoßen wird, dass Wasser eben keine Handelsware ein Menschenrecht ist.
    Es ist mutig von ARTE diesen Film zu zeigen, da der Wasser-Konzern Veolia in Frankreich Klage gegen den Film eingereicht hat.

    Nach der bisher überaus erfolgreichen Verbreitung des Films „Water Makes Money” in Form von über 500 (Kino)-Vorführungen und mehr als 1000 DVDs, hat der im Film kritisierte französische Konzern Veolia in Paris gegen den Film Klage wegen „Verleumdung” eingereicht. Die Autoren wissen noch nicht, was ihnen konkret vorgeworfen wird. Die Filmemacher sind von der Untersuchungsrichterin noch nicht direkt angesprochen worden, sie haben bislang nur über die französische Presse erfahren, dass der Anwalt von Veolia gegenüber einer französischen Zeitung geäußert hat, dass Klage eingereicht wurde und auf Schadensersatz geklagt werden soll. Bislang wurde Jean Luc Touly (Präsident von ACME, Association pour le Contrat Mondial de l’Eau, eine Vereinigung, die gegen die Privatisierung und für trink- und bezahlbares Wasser kämpft), zu Passagen des Films befragt, in welchen es auch um Korruption geht. Touly wurde gefragt, ob er noch hinter seiner Aussage stehe. Die Autoren verwenden im Film bewusst die Formulierung „strukturelle Korruption“, womit die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik gemeint ist. Die Autoren dürfen zwar die Vorgehensweise beschreiben, aber das Wort Korruption nicht verwenden. Der Konzern hat erreicht, dass die französische Staatsanwaltschaft dem Antrag Veolias stattgegeben und einen Untersuchungsrichter bestellt hat. Dieser lässt jetzt mit Hilfe eines auch auf Deutschland ausgeweiteten Rechtshilfeersuchens polizeilich ermitteln.

    Bis der Prozess eröffnet wird, kann es noch einige Zeit dauern. Noch darf der Film gezeigt werden, ein Ausstrahlungs- bzw. Aufführungsverbot ist künftig jedoch nicht auszuschließen. Veolia ging schon einmal gegen die Ausstrahlung eines kritischen Wasserfilms vor. Leslie Franke und Herdolor Lorenz wollten bereits 2005 in dem zusammen mit dem NDR koproduzierten Film („Wasser unterm Hammer”) über die Praxis der Geheimverträge bei der Teilprivatisierung der Berliner Wasserwerke aufklären.

    Nach Informationen der Autoren des Films hat unlängst der GDF-SUEZ-Konzernchef Gérard Mestrallet bei der ARTE-Chefin Véronique Cayla angerufen und die Absetzung der Sendung verlangt (www.watermakesmoney.com). Aber der Widerstand der Konzerne gegen den Film „Water Makes Money“hat aber nur dazu geführt, dass sich immer mehr Menschen für den Film interessieren. Das Netzwerk bestehend aus Wasserprivatisierungskritikern bis hin zu Menschen, die sich bislang gar nicht so intensiv mit der Problematik der Wasserprivatisierung befasst hatten, unterstützen die Autoren mit unzähligen Mails und Anrufen. Das gibt den Filmemachern einen enormen Rückhalt. Die Autoren des Films bedanken sich bei allen, die den Film seit der Attacke von Veolia unterstützen: „Es ist einfach wunderbar, wie die Zivilgesellschaft unabhängig denkender und zum verantwortlichen Handeln bereiter Menschen in letzter Zeit an Kraft und Breitenwirkung zugenommen hat. Die Nachricht hat so eine wahre Welle öffentlicher Wahrnehmung ausgelöst, in Frankreich wie in Deutschland und den Nachbarländern.“

    Arte stand unter Druck der privaten Wasseranbieter. Der Sender hat jede Minute des Films durchgeforstet und juristisch abgesichert. Nach eingehender Prüfung des Films hat sich Arte entschieden den Film zu zeigen. Nach einer nochmaligen juristischen Expertise durch den Justitiar des Senders hat sich Arte entschieden, das Risiko, als Verbreiter des Films möglicherweise mitangeklagt zu werden, auf sich zu nehmen. Diese Entscheidung kann als Unabhängigkeit eines Senders und als Unterstützung des investigativen Journalismus gesehen werden. In einer Medienlandschaft, die den Bildungsauftrag weitgehend vergessen hat und ihr Augenmerk auf B-Promis in Containern, Talk-Shows, Supermodelsuche und Ratespiele richtet, ist es bemerkenswert, dass ein Sender den Mut hat, sich von mächtigen Konzernen nicht einschüchtern zu lassen und einen ihnen gegenüber kritischen Film zu zeigen.

    Die Berliner, als Leidtragende einer Privatisierung der Wasserversorgung, haben mit einem erfolgreichen Volksbegehren erreicht, dass die Geheimverträge mit den privaten Betreibern offen gelegt werden müssen. Auch dies ist ein wenig mit das Verdienst der Autoren des Films. Der Film wurde in Berlin über Wochen und Monate an vielen Orten gezeigt. Die Berliner Wasserbetriebe wurden 1999 von den Konzernen RWE und Veolia teilweise übernommen und sind bis jetzt das größte PPP-Projekt europaweit. Der Wasserpreis ist seit 2001 um 35 Prozent gestiegen, Personal wurde abgebaut, Investitionen abgesenkt und kürzlich wurden 3 Wasserwerke geschlossen, mit der Folge, dass das Land Berlin ca. 30 km² ökologisch wichtiges Trinkwasserschutzgebiet verliert. Die Gewinne landen zum größten Teil in den Taschen der privaten Konzerne, und nur einen kleineren Teil erhält der Senat, angeblich zur Schuldentilgung. Allein im letzten Jahr mussten die Berliner Bürgerinnen und Bürger für die Teilprivatisierung 270 Millionen Euro „Gewinne“ bezahlen. Deren Gewinne sind unsere Verluste, sagt der Berliner Wassertisch. Das Netzwerk fordert deshalb, dass nur die real anfallenden Kosten in die Wassertarife eingestellt werden, denn Gewinne, Renditen, Profite hätten in Bereichen der Daseinsvorsorge, wie der Wasserversorgung, nichts verloren. Über die Vertragsverhandlungen sowie den Inhalt des Vertrags wurde 1999 “absolutes Stillschweigen” vereinbart. Diese Geheimhaltung wurde zum Vorbild für PPP-Projekte bundesweit.

    Wenn die Informationen des Films einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, besteht eine Chance, dass die Praktiken der privaten Wasseranbieter bei den Bürgern bekannt werden. Dieser Film ist ein Beispiel mutiger Autoren und eines Senders, der seinen Informationsauftrag ernst nimmt. Es ist den Autoren zu wünschen, dass sie sich gegen die Macht der Konzerne durchsetzen können und dass der Film weiterhin gezeigt werden darf. Dies ist aber wohl nur mit Unterstützung einer breiten Öffentlichkeit möglich.

    Quelle: Nachdenkseiten.de
    Gibt der Klügere immer nach,herrscht die Diktatur der Dummen. - Wo Unrecht zu Recht wird,wird Widerstand zur Pflicht. - Doch: Das Einzige das einen davon abhalten kann die Wahrheit zu finden,ist zu denken man kenne sie bereits.
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  3. #2
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    Zitat Zitat von reservoir Dog Beitrag anzeigen
    Wenn ein Dokumentarfilm über die unsägliche Wasserpolitik um die Welt geht, besteht die Hoffnung, dass sich weltweit Widerstand gegen das Geschäft mit dem Wasser formiert und ein globales Umdenken angestoßen wird, dass Wasser eben keine Handelsware ein Menschenrecht ist.
    Na klar Dokus auf Spartensender werden "um die Welt gehen" und diese verändern.

    So schlimm es auch klingt: dadurch ändert sich doch nichts!
    Oder hat der Film von Al Gore das "Klimaschutzdenken" bei den Amis oder sonst wo großartig verändert? Nein.


    Ist zwar toll, dass du immer solche Infos (über interessante Beiträge) hier im OFF-Bereich postest und ich persönliche sehe investigative Reportagen gerne.

    Ich bin auch der Meinung: jeder sollte über solche Dinge Bescheid wissen. Aber großartig ändern wird der Mensch es nicht wenn er persönlich keinen kurzfristig spürbaren Nutzen davon hat.


    // edit: ich war nicht bei der Volksabstimmung. Weil sie am Ende nichts bringen wird. Das freigelegte wird die Kosten in der Zukunft nicht senken. Davon bin ich überzeugt. Ich lebe ja schliesslich hier.
    Geändert von JoomDesign (22.03.2011 um 18:17 Uhr)

  4. #3
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    Hi,

    der anschließend folgende Beitrag sieht übrigens auch sehr interessant aus.

    Gruß

    albatros
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  5. #4
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    Wieso wird son copy & paste Mist nicht gelöscht, geschlossen oder sonstwas mit gemacht?
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  7. #5
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    Zitat Zitat von JoomDesign Beitrag anzeigen
    Na klar Dokus auf Spartensender werden "um die Welt gehen" und diese verändern.
    So schlimm es auch klingt: dadurch ändert sich doch nichts! Oder hat der Film von Al Gore das "Klimaschutzdenken" bei den Amis oder sonst wo großartig verändert? Nein.
    @Marcel, ist doch schön wenn ich dich zum Schmunzeln bringen konnte.
    Den Beitrag habe ich mehr oder weniger direkt als Empfehlung übernommen,
    d.h. die Worte stammen kaum aus meiner Feder, gemeint war jedoch,
    das der Film unabhängig von Arte bereits via DVD & in Kinos umgeht.

    Zitat Zitat von JoomDesign Beitrag anzeigen
    Ist zwar toll, dass du immer solche Infos (über interessante Beiträge) hier im OFF-Bereich postest und ich persönliche sehe investigative Reportagen gerne.
    Ich bin auch der Meinung: jeder sollte über solche Dinge Bescheid wissen. Aber großartig ändern wird der Mensch es nicht wenn er persönlich keinen kurzfristig spürbaren Nutzen davon hat.
    Ich glaube schon an positive Veränderung durch Aufklärung. Auch der Film von Al Gore hat etwas bewegt.
    Wobei mir Al Gore nicht (mehr) so sympatisch ist, da er meines erachtens vor allem eigene Zwecke verfolgt.
    Er hat damals ja auch mit allen Mitteln (versucht) zu verhindern das man "seine" Infos nutzt.
    Nur wer für seine Vorträge viel Geld zahlt darf das...

    @albatros, leider gerade ohne Fernseher in Sizilien unterwegs,
    doch zumindest den Film über die Wasser-Privatisierung kannte ich.

    Gruß, Chris
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  8. #6
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    Zitat Zitat von jacxx Beitrag anzeigen
    Wieso wird son copy & paste Mist nicht gelöscht, geschlossen oder sonstwas mit gemacht?
    Wahrscheinlich wegen dem Memberstatus.
    Bin ja noch nicht solange hier. Mir ist aber völlig unklar wieso jemand ohne Ahnung der Materie und mit einer grottenschlechten Seite den Mod mimt.

    Naja, das Web hat halt komische Erscheinungen.
    Mir egal, ich widme mich mehr dem fachlichen Part.

    Ups, jetzt war ich offtopic.
    Passt aber, denn hier is ja die Ecke dazu

  9. #7
    Verbringt hier viel Zeit Avatar von jrk-brv
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    -> kann hier mal einer zu machen?

    OT: Hallo Christian - auf Sizilien wäre ich jetzt auch gerne ...
    Gruss Steffen

    FAQ - Joomla
    / nettes Joomla 1.5 Buch
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  10. #8
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    Das ist echt schrecklich! Danke für das Posten des Links.... Wasser ist das Öl der Zukunft (Frischwasser) Hier gibts allerdings auch noch gute Sachen! Ich habe mir neulich die Lippen bei http://www.cz-wellmed.de aufspritzen lassen. Habe die Schönheitsop im Ausland gemacht, weils preislich einfach besser ist! Aber ich musste keine Abschnitte in der Qualität machen! Wirklich toll!
    Geändert von Seito (02.05.2011 um 14:39 Uhr)
    hallo

  11. #9
    Rumburack
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    Zitat Zitat von jrk-brv Beitrag anzeigen
    Regel Nr. 7 - Don't feed the Trolls!
    -> kann hier mal einer zu machen?

    OT: Hallo Christian - auf Sizilien wäre ich jetzt auch gerne ...
    Du bist doch mit deinem Post gerade selber nicht besser. Jeder Hase fäßt sich an seine eigene Nase.

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