Billiganbieter

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  1. oldlady
    oldlady
    Ich könnt aus der Haut fahren! Kunden wissen nicht, was eine gute Website ausmacht. Sie sehen es ja nicht.
    Du machst ein Angebot. Kommt ein Billigheimer daher und sagt WAS? das mach ich Ihnen für 500 Euro, die spinnen ja, Ihre Webdesigner! Der Kunde ist hoch entzückt. Die Jacke vom Kaffeeröster hält doch auch warm, nicht? Wozu beim Armani einen Haufen Geld hinblättern? Und dann stehen sie da .. Christiane - könntest du mal schauen .. da stimmt was nicht?
    OK: In Zukunft verlange ich für jedes "könntest du mal schauen?" den doppelten Stundensatz! Gegen Vorauskasse!
  2. MrFloppy
    MrFloppy
    Hat der Kunde von Dir aufgeschlüsselt bekommen, was Du für 500,- leistest und was Du für zusätzlich Leistungen alles bietest?
    (woher soll der Kunde wissen, dass bei deinem Angebot eine "gute Website" und beim Billigheimer "stimmt was nicht" herauskommt?)

    Mal eine Parabel von mir als Kunde:
    Habe einen Kaminofen incl. Montage anbieten lassen und den Gleichen bei einem vom Kollegen empfohlenen Ofenvertrieb.
    Der eine wollte 750,- für die Montage und der (vom Kollegen empfohlene) 250,-.
    Der teurere konnte mir nicht plausibel erklären, warum es bei ihm mehr kostet.
    - Warum sollte ich jetzt 750,- ausgeben?!

    (Hätte ich ein Problem mit dem Ergebnis vom Billigeren, würde ich aber auch nicht vom Anderen mal schauen lassen. - Wie peinlich ist das denn?)
  3. Lintzy
    Lintzy
    Der Vergleich der Jacke vom Kaffeeröster zu Armani hinkt gewaltig. Bei letzterem zahlst du doch eh nur den Namen - keine Garantie dafür, dass sie wirklich so warm hält wie die andere ;D

    @Floppy: Für viele Kunden ist eine Aufschlüsselung der Leistungen fachchinesisch. Deren Konzentration lässt bei einem Gespräch schon nach, wenn sie Worte wie Server-Voraussetzung hören. Mit handcodiertem HTML etc. oder "Validator" sind sie dann vollkommen überfordert (natürlich gibt es auch Kunden, die sich besser auskennen).
  4. Rumburack
    Rumburack
    Das kannst du auf alle Branchen beziehen. Wir beraten unsere Kunden, teilweise fahren wir bis zu 5 mal hin. Wenn dann das Angebot endlich geschrieben werden kann, kommt ein Kroate mit 4 Polen um die Ecke. Der bekam den Auftrag für 10 k Geld weniger und wir schauten vom Nachbargrundstück zu wie die ihren Zaun dahinsetzten wo eigentlich schon das Nachbargrundstück war und wir eine Einfahrt bauen mußte. Der Kroate stellte schnell fest "ui das ist zu wenig Geld" Nach 3 Tagen kam er dann nicht mehr. Hatte ja schon 90 % des Geldes kassiert. Also sein Geld in Sack und Tüten. Ich hatte c Schläuche am Hals. Mein Fazit: Wer seriös arbeitet und Service bietet muß viele Kröten schlucken.
  5. oldlady
    oldlady
    Na, ich muss sagen, viele Kunden wissen guten Support, zuverlässigen Service und Betreuung zu schätzen, das sind Argumente, die einleuchten und verstanden werden. Aber es gibt eben auch andere - wir sehen das ja hier schon bei den Anfragen zu Hostern, wenn es um 4 Euro im Monat geht, oder wenn eine extension für ein paar Euro schon als unzumutbar, weil kostenpflichtig gilt.
  6. Rumburack
    Rumburack
    ja da stimme ich zu
  7. US-Cars.com
    US-Cars.com
    Meine Erfahrung...

    Kunden die nur auf den Preiss schauen sind sowieso keine guten Kunden! Bei solchen Kunden sollte man regelrecht froh sein das die zu dem "billigsten" weiterziehen! Als (Web)Designer sollte mann sowieso schauen das man sich selber nicht die Zeit mit Projekten verbaute die nicht "rentabel" sind!? Jeder sollte schon beim erstgespräch mit Kunden klarstellen das echter Service und dienstleistungen im generellen nicht zum Nulltarif zu haben sind! Ich musste schon oft "Dinge" bereinigen die Hobbypfuscher verbaut haben!
  8. addi
    addi
    Die Frage an den Kunden könnte sein, wo dieser Webdesign verortet. Für den Hobbypfuscher bedeutet das maximal, ein Template einzukaufen oder gleich zu Artisteer, Joomla installieren, Texte eintragen, ein wenig grafisch rumdoktern, Logo in die Headergrafik reinbasteln, fertig. Viel mehr geht nicht. Was versteht ein Webseitenklempner von Usability - Funktionsdesign - Barrierearmut? Performance? Sicherheit? Suchmaschinenfreundlichkeit? Grafik? usw. Nur wenn man diese Fragen ernst nimmt und dem Kunden gut verkauft, kann man zunächst ob dessen Unkenntnis einen Unterschied zu den Schraubern machen. Will sich ein Kunde bei einem CMS um Qualitätsmaßstäbe keine Sorgen machen, so soll er zunächst den Schrauber bezahlen.
  9. Windoofer0815
    Windoofer0815
    @Lintzy und Floppy
    In meinen Verkaufsgesprächen habe ich lernen müssen, dem Kunden augenoptisches Fachchinesisch so zu erklären, als wäre er 5 Jahre. Klingt vielleicht etwas abwertend, funktioniert aber prima. Wichtig ist doch, dass der Kunde begreift, was den Preis ausmacht. Ich verwende gern geistige Bilder und versuche Fachbegriffe zu umschreiben. Vielleicht sollte man sich mal Synonyme für das Thema Webseiten-Erstellung einfallen lassen. Habt Ihr Profis sicher schon gemacht . Soll ja auch nur ein Denkanstoß und keine Bevormundung sein!
    Grüße vom Windoofer0815!
  10. MrFloppy
    MrFloppy
    Hi Windoofer - du schätzt mich falsch ein. Ich bin zu 100% Kunde. (deshalb mein Thread aus Kundensicht..)

    Aber deinem Tipp kann ich nur Recht geben - wenn jemand für eine Dientstleistung bezahlen will kann man davon ausgehen, dass er sich nicht (bzw. wie ein 5 Jähriger) mit der Materie auskennt.
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