Einleitung
Der folgende Handlungsleitfaden liefert die grundlegende Installationsweise von Joomla 1.0.2.
Aufgrund der Vielzahl von verschiedenen Serverumgebungen kann ich keine Garantie für die Richtigkeit der Informationen übernehmen. Der Leitfaden ist nur zur Orientierung gedacht.
Haftung für Schäden aller Art aufgrund der Benutzung dieses Leitfadens kann ich nicht übernehmen, die Benutzung geschieht auf eigene Gefahr.
Voraussetzungen
Webserver: Apache (> 1.13.19) (http://www.apache.org)
MySQL: Version 3.23 oder höher (http://www.mysql.com)
PHP: Version 4.1.x oder höher (http://www.php.net)
PHP muss mit MySQL-, XML- und Zlib-Unterstützung kompiliert sein.
Optional: phpMyAdmin (http://www.phpmyadmin.net) zur Datenbankadministration
Es gibt komplette Pakete für unterschiedliche Betriebssysteme, die alle drei notwendigen Pakete ineinander vereinen. Dieses sind zum Beispiel von Apachefriends (http://www.apachefriends.org) zu beziehen und nennt sich XAMPP. Zur Installation dieser Pakete sei auf die Dokumentation von Apache, MySQL und PHP verwiesen.
Download von Joomla
Joomla gibt es unter http://developer.joomla.org/sf/frs/d...frs.joomla_1_0
Hier befindet sich der komplette 1.0er Zweig von Joomla. Joomla 1.0.2 befindet sich demnach im folgenden Verzeichnis: http://developer.joomla.org/sf/frs/d...omla_1_0.1_0_2
Hieraus benötigt man die Datei Joomla_1.0.2-Stable-Full_Package.tar.gz
Hochladen auf den Webspace
Nach dem Entpacken des heruntergeladenen Joomla-Archivs müssen die Dateien auf den Webserver per FTP geladen werden. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass die Übertragungsart des FTP-Clients auf automatisch eingestellt ist, was bei den meisten Clients der Fall sein sollte, da es sonst zu fehlerhaften Dateien kommen kann. Sollte dies nicht möglich sein, muss der Transfer für die Graphikdateien binär und für die restlichen Dateien auf ASCii eingestellt sein.
Anlegen der MySQL-Datenbank
Dieser Schritt wird nur ausgeführt, wenn noch keine Datenbank vorhanden ist. Bei den meisten Webspace-Paketen gibt es schon eine vorkonfigurierte Datenbank. Sollte man über mehrere Datenbanken verfügen, so sollte für die Installation von Joomla am Besten eine leere Datenbank benutzt werden. Es hat aber keinerlei Auswirkungen, wenn zum Beispiel ein Forum seine Daten in die gleiche Datenbank schreibt.
Die Tabellen von Joomla werden standardmäßig mit dem Präfix jos_ versehen (dies kann aber geändert werden). So findet eine Unterscheidung zu anderen Tabellen statt und verhindert Namenskonflikte, falls eine gleichlautende Tabelle schon existiert.
Eine neue Datenbank richtet man am Besten mittels phpMyAdmin ein. In unserem Fall nennen wir die Datenbank test.
Installation – Pre-Installation-Check
Wenn nun die webgestützte Installation von Joomla mittels
http://www.IhrDomainName.tld/installation/index.php
aufgerufen wird, erscheint der pre-installation check. Hierbei werden verschiedene Informationen über die Anforderungen von Joomla an den Webspace und deren momentanen Konfiguration aufgelistet.
Hier stehen die allgemeinen Anforderungen von Joomla. Sollte ein Punkt rot eingefärbt sein (Unavailable), besteht ein schwerwiegendes Problem.
Zlib-, XML- und MySQL-Unterstützung müssen auf jeden Fall möglich sein, sonst ist der Webspace für den Betrieb von Joomla nicht geeignet.
Sollte die Datei configuration.php nicht schreibbar sein, so kann man in diesem Fall trotzdem die Installation weiter durchlaufen lassen. Im Schritt 4 der Installation muss man diese Datei dann per Hand anlegen
Der Session Save Path muss vorhanden und beschreibbar sein, sonst kommt es später zu Problemen bei der Anmeldung im Front- und Backend bzw. zu Fehlfunktionen von Modulen und Komponenten.
Wenn bei der Liste der empfohlenen Einstellungen einige Einstellungen rot markiert sind und nicht den Vorgaben entsprechen, ist der Leistungsumfang und die Funktionalität von Joomla eingeschränkt. Das CMS kann aber trotzdem genutzt werden.
Hier einige Erklärungen zu den einzelnen Einstellungen:
- Safe Mode: Dient dazu, den Dateizugriff einzuschränken. Wird vor allem auf Servern eingesetzt, auf denen mehrere Internetpräsenzen laufen, um Dateizugriff zwischen den einzelnen Domains zu verhindern
- Display Errors: Ist zur Darstellung von PHP-Fehlern zuständig
- File Uploads: Erlaubt Datei-Uploads über HTTP
- Magic Quotes GPC: GPC steht hier für Get/Post/Cookies. Werden Daten an den Webserver gesendet (z.B. ein Formular), werden Teile der Inhalte durch Maskierung geschützt
- Magic Quotes Runtime: Ähnliches Verfahren wie Magic Quotes GPC, hier sind aber auch zurückgegebene Daten von Datenbanken und Textdateien berücksichtigt
- Register Globals: Stellt globale Variablen unter ihrem Eigennamen zur Verfügung. Sollte aus Sicherheitsgründen auf Off stehen
- Output Buffering: Inhalte werden erst an den Browser geliefert, wenn ein bestimmter Skriptteil abgearbeitet wurde
- Session auto start: Session wird automatisch mit dem Aufrufen der Seite gestartet. Nachteil ist, dass keine weiteren Objekte in die Session aufgenommen werden können
Die Verzeichnisse sollten alle beschreibbar sein. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, kann man mittels FTP-Programm dies nachholen. Die Verzeichnisrechte werden auf Unix-Systemen meistens durch eine Oktalzahl (z.B. 0644 bzw. 644) dargestellt. Die erste Ziffer (6) bezieht sich auf den Eigentümer (User), die zweite Zahl auf die Gruppe und die dritte auf die Anderen (Others). In den meisten Serverumgebungen benötigt nur der User vollen Zugriff auf oben aufgeführte Verzeichnisse. In dem Fall sollten die Verzeichnisse die Rechte 0755 bzw. 755 bekommen.
In keinen Fall sollte man die Rechte auf 777, also alle Rechte für alle User, stellen. Dadurch kann es zu eklatanten Sicherheitslücken kommen!
Hier eine kleine Zusammenfassung der möglichen Rechte:
0: keine Rechte
1: nur ausführen
2: nur schreiben
3: lesen und schreiben
4: nur lesen
5: lesen und ausführen
6: lesen und schreiben
7: lesen, schreiben und ausführen
Um zum nächsten Schritt der Installation zu kommen, klickt man auf den Button “Next>>>”.
Installation – License
Hier wird die GNU/GPL Lizenz aufgeführt unter der Joomla veröffentlicht ist. Um den Installationsverlauf nicht zu unterbrechen, markieren Sie die Checkbox “I Accept the GPL License” und klicken Sie auf den Button “Next>>>”.
Nach der Installation können Sie sich mittels einer Suchmaschine Ihrer Wahl mit den Wesentlichen Zügen der GNU/GPL Lizenz vertraut machen.
Installation – Step 1
Hier werden die Konfigurationsdaten der Datenbank eingetragen.
- Host Name: DNS-Name des Servers, auf dem die Datenbank liegt, sollte Ihr Hoster keine anderslautenden Informationen angegeben haben, lautet dieser meistens localhost
- MySQL User Name: Ihr Username, mit Sie sich mit der Datenbank verbinden können
- MySQL Password: das Passwort für die Datenbank
- MySQL Database Name: der Name der Datenbank, den wir vor der Installation mittels phpMyAdmin angelegt haben. Sollte Ihr Hoster die Datenbank für Sie angelegt haben, kommt natürlich dieser Name hier rein
- MySQL Table Prefix: Der Präfix für die Tabellen, die von Joomla angelegt werden. Dieser dient zur Unterscheidung von anderen Tabellen, die in der Datenbank vielleicht schon vorhanden sind bzw. noch von anderen Programmen angelegt werden. jos_ ist die Voreinstellung, eine Änderung kann in seltenen Fällen bei manchen Komponenten und Modulen zu Fehlern führen
- Drop Existing Tables: sollten schon Tabellen eines Joomla in dieser Datenbank vorhanden sein, werden nach Aktivierung dieser Checkbox die Tabellen vor dem Neuanlegen gelöscht
- Backup Old Tables: sollten schon Tabellen eines Joomla in dieser Datenbank vorhanden sein, werden nach Aktivierung dieser Checkbox die Tabellen vor dem Neuanlegen gesichert und unter anderem Namen in der Datenbank abgespeichert
- Install Sample Data: Joomla integriert Pseudo-Inhalte in das CMS, die Sie nach der Installation auch wieder löschen können
Das Anlegen und Vorbereiten der Datenbank geschieht durch Klicken auf den Button “Next>>>” und führt zum nächsten Schritt der Installation. Sie werden vorher noch durch eine Sicherheitsabfrage, ob alle eingegebenen Daten korrekt sind, geführt.
Installation – Step 2
Hier wird der Name der Webseite festgelegt. Der Name kann auch nach der Installation im Backend geändert werden.


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