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Thema: Wie steht es um das Thema Extensions Entwicklung?

  1. #1
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    Standard Wie steht es um das Thema Extensions Entwicklung?

    Hallo zusammen,

    bei mir ist es ein paar Jahre her (2012), dass ich mir das Buch "Joomla! - Extensions entwickeln: Eigene Komponenten, Module und Plugins programmieren" gekauft und gelesen hatte.
    Ich hatte zwar in den letzten Jahren keine Gelegenheit mich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen, habe aber regelmäßig bei Amazon nach Literatur ausschau gehalten.
    Es gibt zwar ein paar Bücher zu Joomla (z.B. aktuell "Joomla! 3: Professionelle Webentwicklung. Aktuell zu Version 3.7"), die das Thema anscheinend nur anschneiden.

    Kann es sein, dass es in dem Bereich Extensions in den letzten Jahren keine Bücher veröffentlicht wurden? Auch in dem englischsprachigen Raum scheint es nicht wirklich Angebote zu geben?!
    Auch Workshops scheinen Mangelware zu sein.

    Oder informiert man sich hauptsächlich über das Developer Portal?

    Ist es normal, dass die Entwicklerszene in dem Bereich in letzter Zeit so schwach ausgeprägt ist?

    MfG Monk

  2. #2
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    Kann nur von mir reden und ich bin ja nur ein kleiner Programmierer-Sack. Ein bisschen Gefasel;

    Ich habe mich immer bemüht, joomlanah zu programmieren durch abspicken, rumsuchen im jeweils aktuellem Joomla-Code und verfolgen der Githubgeschichten, wo ab und zu mal sich auch wer bemüht, zu erklären, was er tut. Um meine Erweiterungen jeweils nachzurüsten.

    Im Moment bin ich die dabei, Tests mit Joomla4 zu machen und verzweifle beim Versuch meine Popelanwendungen, die teils allerdings sehr viel Code enthalten auf Joomla4 anzuheben. Da wurden zahlreiche Stolpersteine gelegt, die für den Normal-Programmierer nicht nachvollziehbar sind.

    Nur ein Beispiel zum Thema strict modes in SQL, wo auch eine nette Grafik und passende Kommentare von PhocaCZ drinnen sind bzgl. "normalen Entwicklern", die die Lust verlieren werden.

    https://github.com/joomla/joomla-cms/pull/12494

    Für mich ist alleine diese Geschichte nicht trivial lösbar hat sich rausgestellt. Hatte nie erwartet, dass ich jetzt auch noch gewiefter MySQL-Experte werden muss, um kleinere Abfragen abzuschicken . Ich verwende(te) die Joomla-API, um das nicht sein zu müssen.

    z.B.: Nichts gegen Vanilla-Javascript, aber, wenn nur noch 1, 2 Leute da sind, die das einbauen (und teils sogar verbuggt ist) und beherrschen und kein anderer durchblickt, was und wozu eigentlich und wirklich alles aus extremer Nerdigkeit rückgebaut oder sogar entfernt wird, während Dutzende Libraries, die niemand braucht oder nutzt drinnen bleiben...

    In Joomla 3 gibt es STÄNDIG Änderungen, von Version zu Version, in Vorbereitung auf Joomla 4. Ich komme da nicht mehr nach, was nun eigentlich wie und warum zukünftig kompatibel sein wird oder nur eine Krücke für Joomla 3 ist.

    Kurz: Ich gehöre zu denen, die sich angesichts der kommenden und laufenden Änderungen zur blauen Linie in der Grafik zählen.

    Bevor ein Buchautor fertig ist, haben ihn längst die Realitäten überholt.

    Ich programmiere nur noch für Geld und habe in alle meine Erweiterungen eine "Sperre" für Joomla 4 eingebaut. Werden nicht mehr weiter gepflegt...

    Der große Nachteil an docs.joomla ist nebenbei, dass man alles erst in Englisch aufsetzen muss, bevor man es dann in seine eigenen Muttersprache übersetzen kann. Haben sicherlich viele auch keinen Bock drauf oder können es gar nicht. So geht viel an aktuellen Tipps und Wissen verloren...
    Joomlafachmann: https://www.ghsvs.de

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  4. #3
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    Das Buch, das du erwähnst und wo ich einer der drei Autoren bin, hat sich nicht wirklich verkauft. Die verkauften Exemplare haben gerade so den Vorschuß, den wir seinerzeit vom Verlag bekamen, gedeckt - und das war wirklich nicht viel. Geringes Interesse der entwicklungsinteressierten "Masse" und die Schnelllebigkeit des Codes, wie Later schon schreibt, machen ein Buch für Autoren sehr unattraktiv. Zumal die Arbeit in dem Buch immens war!

    Kurioserweise: Christiane kann sich vor Programmieraufträgen seit dem Buch kaum retten und ich habe tatsächlicherweise so gut wie keine Zeile PHP-Code mehr in Joomla geschrieben. Nachdem ich den Umgang mit dem CCK Seblod lernte, brauche ich das nicht mehr. Ab und an mal eine Zeile 08/15-Javascript - das wars.
    Geht also doch (fast) alles ohne Programmierung. Programmmiert werden müssen mE nur noch Spezialanwendungen. Oder Hacks, weil mal wieder was nicht funktioniert in Joomla )


    Axel
    Schulungen, Webentwicklung: time4mambo
    Joomla- und Office-Tutorials: time4joomla
    Deutschsprachige SEBLOD-Community
    Kein Support per PM!

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  6. #4
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    Danke erstmal für eure Antworten.
    Schade, dass das Buch sich nicht gut verkauft hatte @Axel.

    Wenn Joomla sich um seine Entwickler-Community nicht kümmert, kann ich es durchaus nachvollziehen, dass es immer weniger qualitativ hochwertige Komponenten für Joomla gibt. Und das wird früher oder später das Todesurteil für Joomla bedeuten.

    Es gibt einen Grund, warum ich ausgerechnet jetzt nach diesem Thema frage:
    Wir haben in unserem Intranet ein digitales Schwarzes Brett, welches durch ein Dashboard ersetzt werden soll. An diesem Dashboard sollen sich die Mitarbeiter anmelden und erhalten dadurch Zugang zu abteilungsrelevanten Informationen und Programmen.
    Es gibt diverse Programme, welche fest in der täglichen Arbeit der Mitarbeiter integriert sind. Diese Programme basieren aktuell noch auf Flash (Flex) mit PHP-Backend und haben einen Umfang von ca. 700k Line of Code.

    Ich möchte in den nächsten zwei Jahren diese Programme auf Angular umschreiben und hatte mir überlegt, dass ich das Dashboard (also das Joomla Framework) als Backend einsetze.
    Ich könnte auf die Standard-Funktionen des Frameworks zurückgreifen um z.B. die Rechteverwaltung oder auch das Dateihandling von Joomla zu nutzen. Der Aufwand für die Joomla Komponenten (Plugins?) sollte relativ gering ausfallen.
    Als Schnittstelle zu den Programmen im Frontend würde ich eine REST-Schnittstelle für Joomla einsetzen, um später unabhängiger vom Backend zu sein.

    Die Frage ist halt, ob es nicht sinnvoller wäre auf ein anderes PHP-Backend auszuweichen und lediglich die Rechteverwaltung von Joomla anzuzapfen.
    Das Ökosystem soll auf lange Sicht ausgelegt und gut zu pflegen sein. Und je mehr ich mich damit beschäftige, desto weniger tendiere ich zu Joomla als Backend für die Programme.

    Das Dashboard werde ich auf jeden Fall in Joomla realisieren. Grundsätzlich bin ich mit dem System zufrieden und kenne mich mit 10 Jahren Admin-Erfahrung auch gut damit aus.

    MfG Monk

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